Auch französische Sportkameraden schlossen sich dem aufstrebenden Verein an. Speck war die ideale Ergänzung zum dynamischen
Vorsitzenden Wolf und gemeinsam machte man sich nun auf, den ASVO nach oben zu führen. Längst war inzwischen auch eine
Reservemannschaft entstanden, ein Beweis dafür, dass der Verein die Startschwierigkeiten hinter sich hatte. Der Spielbetrieb wurde
nun auf dem so genannten NATO-Sportplatz hinter dem Ooser Flughafen durchgeführt, einem abgelegenen Sportgelände, wohin nur
die treuesten Vereinsanhänger ihren Weg fanden.
Umkleidekabinen oder Duschen gab es nicht. Sein Vereinslokal hatte der ASVO im „Adler" in Oos aufgeschlagen. Dort zogen sich die
Gastmannschaften samt Schiedsrichter um, während die ASVOSpieler sich im Waschkeller eines Sportkameraden trafen.
In dieser Zeit wurden an den Idealismus der Mitglieder des jungen Vereins erneut höchste Anforderungen gestellt, aber sie bestanden
diese Bewährungsprobe wieder. Jetzt erst recht, das war die Parole, wenn z. B. vor einem Spiel erst wieder die Fußball-Tore
aufgebaut werden mussten, weil die französischen Soldaten vorher Rugby gespielt hatten. Lange Gesichter gab es dabei einmal, als
die Franzosen die Tore einfach abgesägt hatten und ein wichtiges Spiel auszutragen war. Wolf wusste den Ausweg: Mit Sack und
Pack, Gegner und Schiedsrichter verlegte man das Spiel kurz entschlossen nach Eisental und gewann auch noch! Mit den
spielerischen Leistungen ging es nun stetig aufwärts.
Längst hatte der ASVO seinen Ortsrivalen DJK (Deutsche Jugend Kraft), inzwischen als Fußballverein eingegangen, überholt und
verpasste 1966 im 10. Jahr des Bestehens nur knapp die Meisterschaft seiner Staffel. Aus diesen Jahren ist noch nachzutragen, dass
der ASVO 1963 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Baden-Baden eingetragen wurde.
stehend (v.l.); Kränzte, Speck, Dinger, Körner, Burkhardt, Fischer, Wolf,
Siebold, Seefels
kniend (v.l.): Kopp, Chaumette, Walter, Gieringer, Liebig (auf dem Foto
fehlt: Lehmann)
Viele Vereine im Bezirk existierten schon viel länger, hatten aber noch nie geschafft, was dem ASVO schon 11 Jahre nach der
Gründung gelang: Die Meisterschaft! Auf dem VfB-Platz in Bühl konnte der ASVO anschließend im dritten Spiel gegen Unzhurst auch
noch die Bezirksmeisterschaft erringen. Im gleichen Spieljahr wurde zudem auch die Reservemannschaft des ASVO Meister in ihrer
Staffel mit der Mannschaft: Gross, Peant, Stahlberger, Huck, Mellinger, Oeldorf, Seefels, Wacker, Bieler, Meister, Schnell, Limbach.
Anlässlich der gelungenen Meisterschaftsfeier im „Krokodil" blickte der Vereinsvorsitzende A. Wolf in die Zukunft: „Wir haben
mindestens zwei Sportplätze zu wenig, das ist das Problem." Drei Jahre spielte der ASVO nun mit wechselhaftem Erfolg in der B-
Klasse. Die Spiele wurden in dieser Zeit im Städtischen AumattStadion ausgetragen, weil die Benutzung des so genannten
NATOSportplatzes am Ooser Flughafen nicht mehr möglich war.
Aber bald schon zeigten sich auch hier wieder Sportplatzprobleme; es gab Engpässe am laufenden Band, da sich SC, ASVO und die
damals noch existierende DJK und die vielen anderen Sportler buchstäblich gegenseitig auf die Füße traten. An den Aufbau einer
Jugendabteilung konnte der ASVO unter diesen Umständen zwar denken, ihn aber nicht verwirklichen.